Wann finde ich DAS Glück

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber bei mir ist es so, dass ich nie lange glücklich über eine Sache sein kann. Als ich z.B. in der Schule war, habe ich gedacht, dass ein Abi besser als 1,5 mich ultimativ und unendlich glücklich machen würde. Ich hatte mein Ziel erreicht. Und war ich glücklicher? Ja, zumindest für einen kurzen Moment. Gleich darauf folgte jedoch schon die nächsten Probleme und Ängste. Welche Uni? Welches Fach? Ich wollte unbedingt nach Mannheim, in die beste BWL-Uni Deutschlands. Ich war naiv zu glauben, dass meine berufliche Zukunft und mein Erfolg durch diese Entscheidung, gesichert sei. Ich bekam die Zusage und dachte, dass ich glücklicher nicht sein kann. Ich war glücklich, war… Auf der Uni war ich plötzlich umgeben von Genies. Gute Noten waren für mich eine Seltenheit, dafür existierten Depriphasen in Mengen. Ich hatte einen tollen Freund, ein Dach über dem Kopf, gesunde Eltern und war in Mannheim. Warum war ich dann nicht glücklich? Mein Fehler lag daran, dass ich glaubte, dass ich nur glücklich sein kann, wenn ich dieses bestimmte Ziel erreiche. Weil ich dann so sehr verkrampfe, kommen Versagensängste hoch. Aus Erfahrung habe ich gemerkt, dass ich nicht wirklich glücklicher bin danach. Ich hätte wahrscheinlich mit einem Schnitt schlechter als 1,5 oder mit einer anderen Uni auch glücklicher sein können. Deshalb sollte man nicht seine ganze Hoffnung auf eine Karte setzen. Es kommt am Ende vielleicht sogar ganz anders als man denkt. Vielleicht besser.

Advertisements